Selected Works

„Fragen Sie mal Ihre Söhne!“, 2025
Installation, fluoreszierendes Acryglas
Not all men but always men. Mit der Arbeit “Fragen Sie mal Ihre Söhne!” wird auf die Gewalt an Frauen aufmerksam gemacht, die meist durch Partner und Ex-Partner geschieht. Alle 3 Minuten erlebt in Deutschland laut Bundeskriminalamt eine Frau oder ein Mädchen häusliche Gewalt. Femizide geschehen ungefähr alle drei Tage in der Bundesrepublik, die meisten davon stehen in Zusammenhang mit Partnerschaften. Das Werk weist auf diesen Zustand hin, und auch auf nicht ausreichende Hilfsangebote wie Frauenhäuser, um unbürokratisch schnell Zuflucht und Schutz finden zu können.
Installation, fluoreszierendes Acryglas

„Gegen das Verschwinden“, 2025
Raumzeichnung, Tape
Der Verfall steht im Fokus dieser Arbeit. Was macht der körperliche Verfall mit dem Mensch? Was macht es mit der eigenen Identität? Wie verändert es die Wahrnehmung und das Denken, wenn der Mensch älter wird?
Das Tape “hängt” vor dem Abfallen von der Wand durch, und zeigt eine Wechselwirkung, in dem es sich dreht. Es wird dadurch an mehreren Stellen nur noch als flache Seite sichtbar und “verschwindet somit fast in der Wahrnehmung. Es löst sich in Sichtweite auf. Tritt man näher heran, sieht man das Tape deutlich.
Das Material Tape “baut” ab, wie der Mensch, dessen Körper älter und schwächer wird. Der Verfall passiert bei dem Tape schneller und fühlt sich vorhersehbarer an. Das menschliche Altern und Sterben fühlt sich für viele nicht vorhersehbar an, obwohl es sichtbar ist – so ist es für viele Menschen ein unsichtbarer Bereich des Lebens. Wie konfrontieren sich Menschen mit dem Älter werden – dem Verfall des Körpers? Für wie viele ist dieser offensichtliche Kreislauf, wie ein blinder Fleck in der eigenen Wahrnehmung?
Die Installation hinterfragt die gesellschaftlichen Strukturen, die das Älterwerden aus dem Blick und aus dem Alltag nehmen, z.B. weil man ältere Menschen wenig in der Öffentlichkeit sieht, weil sie in Heimen untergebracht sind.
Was muss getan werden, um unsichtbares Sichtbarer zu machen. Warum ist es wichtig diese Arbeit zu tun? Warum ist es wichtig das Älter werden zu normalisieren und nicht auszublenden?
Raumzeichnung, Tape

„Konform/Komfort“, 2025
Installation aus Holz, Lack, Nägel
Die Arbeit setzt sich mit der Bequemlichkeit auseinander, die gesellschaftliche Gruppen aufgrund gleicher Ansichten in sich tragen. Wer sich nur in seiner “Bubble” bewegt, trifft nicht auf andere Meinungen und muss sich mit diesen nicht auseinandersetzen. Das bedeutet auch, dass sich dadurch Werte festigen – Werte, die sich im Dialog mit diversen Gruppen vielleicht auflösen.
Installation aus Holz, Lack, Nägel

„Nirgendwo ist da“, 2025
Installation aus Holz, Tapes, Jalousie
Der konzeptionelle Ausgangspunkt dieser Arbeit liegt in den Erzählungen geflüchteter Ukrainerinnen, die sich in einem Prozess des künstlerischen Austauschs mitgeteilt haben. Die raumgreifende Installation wird zum Sinnbild einer existenziellen Erfahrung: Die Leere steht für Verlust, für die entwurzelte Heimat und die Unsicherheit der Flucht. Doch gerade in dieser Offenheit liegt auch ein Potenzial – ein Raum des Übergangs, der nicht nur Ängste und Trauer reflektiert, sondern ebenso eine Projektionsfläche für Hoffnung bietet, für das, was noch kommen kann und möglich ist.
Dieses Werk interagiert unmittelbar mit den Betrachtenden: Jede Bewegung verändert die Wahrnehmung, wodurch ein flüchtiges, sich stetig wandelndes Raumerlebnis geschaffen wird. Die Arbeit zeichnet sich durch eine radikale Reduktion aus – ein minimalistisches Gefüge, das durch gezielt gesetzte Leere (white space) eine Atmosphäre der Entrückung erzeugt. Dieser Raum erscheint zugleich als luftleerer Sphäre und als Schutzraum – ein ambivalentes Spannungsfeld zwischen Fragilität und Geborgenheit.
Installation aus Holz, Tapes, Jalousie




